Das Buch widmet sich den „Leitlinien für Bürgerbeteiligung“: Darunter werden Regelwerke verstanden, die festlegen, wie Beteiligungsprozesse an kommunalen Vorhaben initiiert, geplant, umgesetzt, abgeschlossen und bewertet werden. Ihr zunehmender Verbreitungsgrad lässt vermuten, dass damit auch Hoffnungen auf die Entstehung einer neuen demokratischen Beteiligungskultur verbunden werden – ob zu Recht, hilft der vorliegende Band zu beantworten.
Neben politikwissenschaftlichen und juristischen Beiträgen, die u. a. die demokratische Qualität, Herausforderungen und Gelingensbedingungen der Leitlinien beleuchten, werden in Fallstudien aus Bonn, Köln und Heidelberg auch ihre empirischen Wirkungen vorgestellt. Best-Practice-Beispiele aus Marburg, Speyer, Heidelberg und Jena legen ferner Zeugnis davon ab, welchen Beitrag gute Leitlinien leisten können, um Stadtentwicklung weiter zu demokratisieren und die Lebensbedingungen der Bürger:innen nachhaltig zu verbessern.